Studienprojekt · Automobil · Mercedes-AMG · 2023

B.E.A.S.T.

Mit Mercedes-AMG: Wie sich das Laden eines Elektroautos nach Leistung anfühlen kann – mit Licht, Klang und Haptik, als Prototyp gebaut und an Testpersonen geprüft.

Art
Studienprojekt
Branche
Automobil · Mercedes-AMG
Leistungen
UX-Research & Konzept
Jahr
2023
  • UX Research
  • Multisensorisches Design
  • Prototyping
  • Nutzertests
Prototyp des Ladeerlebnisses: blaues Licht fließt vom Ladeanschluss an der Fahrzeugseite entlang

Auf einen Blick

  • Aufgabe

    Elektroautos laden lautlos – das Gefühl von Leistung, für das AMG steht, fehlt.

  • Lösung

    Licht, Klang und Spürbares machen das Laden zum Erlebnis – gebaut als Prototyp am Fahrzeug.

  • Ergebnis

    Das blaue Lichtkonzept überzeugte die Testpersonen: verständlich und zugleich emotional.

Aufgabe

Im Wintersemester 2022/23 legte unser Projektteam der Hochschule der Medien mit Mercedes-AMG und Mercedes-Benz das Ziel fest: Das Auto soll beim Laden lebendig wirken.

Zwei Zielgruppen

  • Performer

    Statusorientiert, technikaffin, auf Effizienz bedacht.

  • Hedonist

    Erlebnisorientiert, komfortliebend, trendbewusst.

Konzept

Licht, Klang und Haptik greifen ineinander – vom Annähern bis zum vollen Akku.

  • Licht

    Animationen an Kühlergrill und Seitenleuchten zeigen den Ladefortschritt.

  • Klang

    Drei Klangwelten: BEAST, PING und Futuristic.

  • Haptik

    Magnete am Ladestecker erzeugen ein spürbares Ansaugen.

  • Annäherung

    Scanner und Tags erkennen, wenn jemand zum Auto kommt.

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Die Klangwelten:

  • BEAST – organisch, animalisch, Herzschlag
  • PING – vertraut und komfortabel
  • Futuristic – synthetisch und energiegeladen

Gesteuert über ESP32-Controller; die Lichtkonzepte reichen von feurigem Rot (BEAST) bis zu blauem Energiefluss (Futuristic).

Tests

Zwei getrennte Testphasen im Mobile Lab der Hochschule der Medien.

Testpersonen ordneten 20 Sounds den Phasen des Ladens zu
19
Testpersonen erlebten den Prototyp im Labor und bewerteten ihn
15

Ergebnis

Blau steht für Energie, Rot für Gefahr: Das blaue Lichtkonzept kam am besten an – als verständlich und als emotional.

So bewerteten 15 Testpersonen das blaue Lichtkonzept

  • Verständlich und einfachdeutlich positiv
  • Spannend und emotionaldeutlich positiv

neutraler Bereich

Standardisierter Fragebogen (UEQ-S) · 15 Testpersonen

Gesamturteil der vier getesteten Varianten

  • Licht Futuristic (blau)sehr positiv
  • Licht BEAST (rot)positiv
  • Klang BEASTneutral
  • Klang Futuristicneutral

neutraler Bereich

Standardisierter Fragebogen (UEQ-S) · 15 Testpersonen · Mittelwerte

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Die Zahlen dahinter: Mittelwerte von 1,77 (verständlich) und 1,9 (emotional) auf einer Skala von −3 bis +3 – ab +0,8 gilt eine Bewertung als positiv.

  • BEAST-Sounds wirkten oft unheimlich; nur 55 % konnten sie einer Kategorie zuordnen.
  • Die Performer erkannten futuristische Sounds zu 100 % wieder, Hedonisten bevorzugten vertraute Ping-Sounds.
  • Empfehlung: blaue Lichtanimation mit dezentem BEAST-Sound beim Einstecken.
  • Gewünscht: Lautstärkeregelung, Abschaltoption, eigene Ladeanzeige.
  • Einschränkung: Die Testgruppe – überwiegend Studierende zwischen 18 und 25 – entspricht nicht genau der AMG-Zielgruppe.

Mein Beitrag: UX-Research und Konzeption, gemeinsam mit Teammitgliedern aus Sounddesign und Technischer Informatik – bis zur Präsentation bei Mercedes-AMG.

Video zum Projekt ansehen (YouTube)

Was Sie davon haben

Ideen werden mit echten Menschen getestet, bevor viel Geld in die Umsetzung fließt – entschieden wird nach Wirkung, nicht nach Geschmack.

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